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Föhrer Dialekt

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Sprachliche Vielfalt auf kleinem Raum

Auf Föhr wird man die unterschiedlichsten Dialekte zu hören bekommen. Was Urlauber besonders freuen wird: auch Hochdeutsch ist darunter. Nach der Stadtgründung von Wyk wurde vorherrschend Niederdeutsch gesprochen. Der eigenständige Wyker Dialekt, eine Form des Nordfriesischen, ist heute leider ausgestorben. An seine Stelle trat das Hochdeutsche. Als dialekttreu erweisen sich auf der Insel etwa 2.000 Einwohner. Diese leben vorwiegend in den ländlichen Inselregionen und verständigen sich in der nordfriesischen Sprache. Der vorherrschende Dialekt nennt sich Fering oder Föhrer Friesisch. In der Region um Nieblum konnte sich die niederdeutsche Mundart durchsetzen und eine Dänisch sprechende Minderheit komplettiert das facettenreiche Verständigungsrepertoire auf der Insel.

Eine Insel eine Mundart - Fering

Fering überwiegt auf Föhr. Das Föhrer Friesisch ist einer der zehn Hauptdialekte der nordfriesischen Sprachfamilie. Fering wird allein auf der Insel selbst gesprochen. Auf der Nachbarinsel Amrum ist Öömrang zu hören. Fering lässt sich in drei Ortsdialekte unterteilen. Im westlichen Inselteil spricht man weesdring, im Osterland Föhr ist die Mundart aasdring geläufig und im Föhrer Süden nennt sich der Dialekt boowentaareps. Föhr könnte man als Wiege der nordfriesischen Sprachkultur bezeichnen. Ältestes überliefertes Sprachzeugnis ist die Ballade A bai a reder, die vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammt, aber erst im 19. Jahrhundert aufgezeichnet wurde. Das älteste Schriftdokument in Föhrer Friesisch stammt von keinem Geringeren als Martin Luther. Dieser übersetzte um 1600 den Kleinen Katechismus in Föhrer Friesisch. Föhrer Friesisch wird durch die Fering Stiftung gefördert. Hin und wieder werden Urlauber Beiträge in Fering in der Tageszeitung “Der Insel-Bote” finden, welche in Wyk herausgegeben wird. In allen drei Museen auf der Insel wird auch auf den Inseldialekt Bezug genommen.