Sehenswürdigkeiten auf Föhr

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Hier erhalten Sie einen Überblick der Sehenswürdigkeiten auf Föhr. Neben den beeindruckenden natürlichen Gegebenheiten, wie zum Beispiel dem Wattenmeer oder der Lembecksburg, hat die Insel auch kulturell einiges zu bieten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch des Friesenmuseums? Oder wagen Sie eine Fahrt mit dem Friesenexpress.

Urlaub auf Föhr - das sollten Sie gesehen haben

Das Friesenmuseum

Das Dr. Carl Häberlin Friesen Museum in Wyk auf Föhr, kurz Friesenmuseum, ist ein Naturkundemuseum und befasst sich mit den geschichtlichen Entwicklungen rund um die Insel Föhr und der Region Nordfriesland. Seinen Namen verdankt das Museum dem Arzt Dr. Carl Häberlin, der die Errichtung des Museums im Jahr 1908 veranlasste. Somit konnte die Einrichtung bereits ihren hundertjährigen Geburtstag feiern und gehört damit zu den ältesten Heimatmuseen in Deutschland.

Das ca. 10.000 qm umfassende Museumsgrundstück beherbergt neben dem Haupthaus, in dem die kulturhistorische Sammlung zu finden ist, auch das älteste Haus der Insel sowie eine Bockwindmühle und eine reetgedeckte Scheune. Die kulturhistorische Sammlung wird in insgesamt zehn Räumen präsentiert, zu denen eine Abteilung für Walfang- und Seefahrt, eine volkstümliche Ausstellung sowie ein Naturkunderaum gehören. Das Haus Olesen stammt aus dem Jahr 1617 und ist damit das älteste Haus der Insel. Es dient als Freilichtmuseum und dokumentiert die Lebensweise der Inselbewohner. Die Midlumer Scheune dient der Ausstellung von landwirtschaftlichen Geräten.

Zum Museum gehören außerdem ein Museumsshop und eine Bibliothek, die insgesamt 7.000 Bände umfasst und die landeskundliche Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts präsentiert. Die Museumsgebäude sind umgeben von einem wunderschönen Rosengarten, der über 70 verschiedene Rosenarten für den Besucher bereithält. Im Sommer finden regelmäßig Führungen durch das Blumenmeer statt.

Museum Kunst der Westküste

Im Zentrum des schönen Ortes Alkersum befindet sich das gemeinnützige Stiftermuseum der Kunst der Westküste. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, Kunst, die sich mit den Themen Meer und Küste auseinandersetzt, zu erforschen und zu vermitteln. Die Hauptausstellung ist eine Gemäldesammlung des Museumsstifters Frederik Paulsen, die sich mit dem Thema der Malerei der kontinentalen Nordseeküste in der Zeit von 1830 bis 1930 beschäftigt.

Neben der Hauptausstellung gibt es von Zeit zu Zeit wechselnde Sonderausstellungen wie zum Beispiel "Tiefseewelten – Zeitgenössische Skulptur und Videokunst" oder "Zwischen Licht und Dunkelheit – Stimmungslandschaften aus dem Norden", die sowohl die klassische als auch die zeitgenössische Kunst thematisieren. In dem Museum Kunst der Westküste sind Werke von bedeutenden Künstlern der europäischen Kunstgeschichte vertreten, wie beispielsweise Emil Nolde, Edvard Munch, Michael Ancher, Johan Christian Clausen Dahl oder Andreas Schelfhout. Vor allem für Kunstfreunde ist ein Besuch im Museum Kunst der Westküste Pflicht.

Auf dem Areal des Museumskomplexes findet sich auch das Museumscafé und Restaurant Grethjens Gasthof, dessen Namen auf Grethjen Hayen zurückzuführen ist, die den Gasthof lange Zeit geführt hat. Der Gasthof war früher Treffpunkt von einigen Künstlern und rundet heute einen Besuch des Museums ab. Für Urlaubsandenken steht Ihnen der Shop des Museums bereit, in dem Sie ein großes Sortiment an Kunst- und Architekturpostkarten, Plakaten, Literatur, Kunstdrucken und vieles mehr vorfinden.

St. Johannis Kirche Nieblum

In Nieblum befindet sich die Kirche St. Johannis. Das evangelisch-lutherische Gotteshaus ist der älteste und größte Kirchenbau der Insel und wird auch als Friesendom bezeichnet. Sie liegt auf einer Linie mit der Alten Kirche auf Pellworm, der Kirche St. Severin auf Sylt und der Kirche St. Magnus in Tating auf der Halbinsel Eiderstedt und ist aufgrund ihrer Größe und der umliegenden flachen Landschaft bereits von der See aus zu sehen.

Die Kirche St. Johannis wurde im Jahr 1240 das erste Mal erwähnt und besteht überwiegend aus Backstein. Das älteste Inventarstück ist ein aus dem 12. Jahrhundert stammender Taufstein, der kunsthistorisch als einer der wichtigsten Arbeiten der Romanik im norddeutschen und skandinavischen Raum gilt. Ebenso sehenswert ist der Flügelaltar im spätgotischen Stil aus dem 15. Jahrhundert. Das Besondere an dem Altar sind die bemerkenswerten Ölgemälde, die das Leben des Patrons Johannes des Täufers zeigen. Auch die Kanzel der Kirche St. Johannis ist besonders, da sie mit niederdeutschen Bibelsprüchen verziert ist.

Umgeben wird die Kirche von einem großen Friedhof, auf dem prächtige Grabsteine und –platten die Geschichte der Seefahrer erzählen. Besucher können wöchentlich an Gottesdiensten oder Führungen teilnehmen. Natürlich sind hier auch Hochzeiten möglich, für die die Kirche ein ganz besonderes Ambiente bereithält.

St. Laurentii in Süderende

Neben der größten Kirche Föhrs, der St. Johannis Kirche, gibt es noch weitere Gotteshäuser auf der Insel. Eines davon ist St. Laurentii. Die Kirche wurde bereits im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, der Bau des ursprünglichen Feldsteinbaus fand jedoch vermutlich schon im 12. Jahrhundert statt. Die Außenwände der Kirche bestanden ursprünglich aus Findlingsgranit, was noch heute an der Außenwand sichtbar ist. Nach nur wenigen Jahren fand ein umfassender Ausbau statt, bei der die Kirche nach Westen erweitert und mit neuen Eingängen sowie einem neuen Chor und einer Apsis ausgestattet wurde. Der heute von weitem sichtbare Turm wurde erst im 15. Jahrhundert errichtet.

Auch in den folgenden Jahrhunderten kam es immer wieder zu Erweiterungen und Veränderungen – so wurden die Südfenster vergrößert, um bei Gottesdiensten mehr Tageslicht ins Innere zu bekommen, und große Gewölbe errichtet, die durch Stützpfeiler stabilisiert werden mussten. Die letzte Änderung fand vor nur wenigen Jahren statt: 1999 wurde eine Mobilfunk-Antenne auf dem Kirchturm installiert, was der Kirche ein etwas kurioses Aussehen verleiht.

St. Laurentii bietet neben den sonntäglichen Gottesdiensten auch zahlreiche Veranstaltungen an. Kirchen- und Friedhofsführungen, Konzerte unterschiedlicher Musikrichtungen und Führungen speziell für Kinder machen die Kirche lebendig und laden zu einem Besuch ein.

In Föhr existieren heute von den ursprünglich zahlreichen Windmühlen nur noch fünf, in den Ortschaften Wyk, Oldsum, Borgsum und Wrixum. Sie sind heute ein beliebtes Ausflugsziel für Urlauber, können allerdings größtenteils nur noch von außen besichtigt werden. Mehr zu den Windmühlen auf Föhr >>

Marsch- und Geestland, die Salzwiesen und das Wattenmeer sorgen dafür, dass auf Föhr ganz besondere Lebensräume existieren. Sie laden Besucher zu Spaziergängen und Wanderungen ein und sorgen für pure Erholung. Mehr über die Natur auf Föhr >>>

Weitere Highlights auf Föhr

Die Insel Föhr hält noch viele weitere Sehenswürdigkeiten & Highlights für Ihren Urlaub bereit. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern! Vielleicht ist ja etwas Passendes für den nächsten Urlaub dabei.

Der Friesenexpress

Der Friesenexpress bietet eine ganz besondere Rundfahrt über die Insel. In einer kleinen Eisenbahn werden Besucher über die ganze Insel gefahren und mit Informationen rund um die Geschichte der Insel und ihrer Einwohner versorgt.

Direkt in Wyk am Hafen startet die Inselrundfahrt im Friesenexpress. Der Friesenexpress ist ein in Form einer Eisenbahn gebautes Straßenfahrzeug, das in einer kleinen Inselrundfahrt an allen Sehenswürdigkeiten Föhrs vorbeifährt. Dabei kann man die Naturschönheiten und Friesenhäuser auf schmalen Wegen und Gassen durch die Inseldörfer bestaunen. Während der fast zweistündigen Fahrt wird den Gästen die Geschichte Föhrs und deren Einwohner näher gebracht.

Los geht es am Fähranleger 3 vorbei am Friesenmuseum bis zum Südstrand. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über die Weite des Wattenmeeres. Weiter geht es auf den ältesten Straßen der Insel in Richtung Nieblum. Der Express führt durch dieses alte Seefahrerdorf vorbei an alten Kapitänshäusern. Die Fahrt setzt sich schließlich Richtung Westküste fort und durchquert die Orte Goting und Witsum, die kleinste Gemeinde der Insel. Entlang der Traumstraße haben Sie einen fantastischen Blick auf die Borgsumer Windmühle und die Nachbarinsel Amrum. In Utersum kommt man an Jahrtausende alten Grabhügeln aus der Bronzezeit vorbei. Die nächsten Orte, die passiert werden, sind Oldsum und Alkersum, die älteste Gemeinde Föhrs. Nach einem kleinen Abstecher nach Midlum und Oevenum geht es schließlich zurück zum Ausgangspunkt in den Inselhauptort Wyk.

Die Friesenhäuser auf Föhr

Föhr ist besonders durch seine Bauwerke geprägt. Auf der Insel findet man diverse Häuser, die in der regionstypischen Bauweise errichtet wurden. Neben den Wohnhäusern gehören auch die Leuchttürme und Holländermühlen in das Föhrer Architekturbild.

Typisch nordfriesisches Flair kommt vor allem durch die regionstypische Bauweise zustande. Je nach Region unterscheiden sich das Geesthardenhaus und Uthlandfriesisches Haus. Diese sind an verschiedenen Merkmalen erkennbar. Roter Backstein, Reetdach und ein spitzer Giebel über der Eingangstür sind nur einige dieser Merkmale. Auf der Insel Föhr findet man diese Häuser überall.

Das älteste Haus befindet sich im Inselort Alkersum: Es wurde bereits 1617 erbaut, 1927 abgetragen und auf dem Gelände des Friesenmuseums originalgetreu wieder aufgebaut. Bauern errichteten Geesthardenhäuser um sie als Wohn- und Arbeitsort zu nutzen. Heute sind sie jedoch oft einer der Anziehungspunkte für Gäste aller Art, die ihren Urlaub in einem solchen Ferienhaus verbringen möchten. Vor allem das Uthlandfriesische Haus, welches überwiegend auf den nordfriesischen Uthlanden vorzufinden ist, übt auf Besucher einen ganz besonderen Reiz aus.

Doch nicht nur die Wohnhäuser machen Föhr architektonisch zu etwas ganz Besonderem: auch Leuchttürme und zahlreiche Holländermühlen prägen das Bild Föhrs. Einige der Föhrer Mühlen befinden sich in Privatbesitz, andere sind zu einem Restaurant umfunktioniert worden, in dem man nun herzhafte nordfriesische Hausmannskost genießen kann. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder lassen sich von den imposanten Bauwerken begeistern und ihren Bann ziehen. Das macht die Insel Föhr auch für Familien zu einem idealen Ausgangspunkt für einen erholsamen und spannenden Urlaub.

Die Lembecksburg

Die Lembecksburg ist eine Burganlage, die als Schutz für eine Wallburg aus der Wikingerzeit diente. Sie liegt, strategisch günstig, zwischen einem Sumpfgebiet und dem Burggraben.

In der Nähe des Ortes Borgsum befindet sich die Lembecksburg. Dabei handelt es sich um eine Burganlage, die aus einem Burggraben und einem bis zu 10 Meter hohen und fast kreisrunden Ringwall mit einem Durchmesser von knapp 100 Metern besteht. Ursprünglich sicherten die heute noch sichtbaren Überreste eine Wallburg aus der Wikingerzeit (9. bis 11. Jahrhundert). Auch die Lage der Burg zwischen einem Sumpfgebiet im Norden und dem Burggraben selbst gilt als wichtiges Schutzkriterium. Über die Bebauung der Lembecksburg ist nur wenig bekannt, da die Ausgrabungen der Burg bisher nur einen kleinen Teil freilegen konnten.

Benannt wurde die Lembecksburg vermutlich nach dem Ritter Klaus Lembeck. Er gehörte im 14. Jahrhundert zum Widerstand gegen den dänischen König Waldemar IV., dessen Heer die Föhrer Burg belagerte. Da sich die Inselbewohner nach einiger Zeit dem König angeschlossen hatten, musste Lembeck vor der übermächtig gewordenen Opposition fliehen.

Bei Ausgrabungen fand man Reste von alten Hütten, wodurch man von einer Nutzung dieses Gebiets nicht nur als Festung, sondern auch als Siedlung ausgehen kann. Weiterhin wurden rund um den Ringwall Scherben aus der Eisenzeit entdeckt. Die Besiedelung der Insel Föhr fand also vermutlich nicht erst, wie gedacht, im Mittelalter, sondern bereits vor 2500 bis 3000 Jahren statt.

Heute gehört der Ringwall zu den Wahrzeichen der Insel und ist Pflichtprogramm bei einem Föhr Besuch.

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