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Tipp 1: Das Friesenmuseum in Wyk
Tipp 2: Museum Kunst der Westküste (Alkersum)
Tipp 3: Friesendom St. Johannis Kirche (Nieblum)
Tipp 4: Inselrundfahrt mit dem Friesenexpress
Tipp 5: Die historische Lembecksburg (Borgsum)
Tipp 6: Traditionelle Friesenhäuser entdecken
Tipp 7: Die Föhrer Windmühlen
Tipp 8: Kirche St. Laurentii (Süderende)
Hier erhalten Sie einen Überblick der Sehenswürdigkeiten auf Föhr. Neben den beeindruckenden natürlichen Lebensräumen wie dem Marsch- und Geestland, den Salzwiesen und dem Wattenmeer, hat die Insel auch kulturell enorm viel zu bieten. Urlaub auf Föhr – diese Top 8 sollten Sie gesehen haben!
Das Dr. Carl Häberlin Friesen Museum in Wyk ist ein Naturkundemuseum, das die Geschichte Föhrs und Nordfrieslands beleuchtet. Es wurde 1908 von dem namensgebenden Arzt gegründet und gehört mit seinem über hundertjährigen Bestehen zu den ältesten Heimatmuseen Deutschlands. Das 10.000 qm umfassende Museumsgrundstück bietet eine enorme Vielfalt:
Im Zentrum von Alkersum befindet sich das Stiftermuseum von Frederik Paulsen. Es erforscht Kunst, die sich mit dem Meer und der Küste auseinandersetzt. Die Hauptausstellung zeigt Malerei der kontinentalen Nordseeküste aus der Zeit von 1830 bis 1930. Daneben gibt es Sonderausstellungen wie "Tiefseewelten – Zeitgenössische Skulptur und Videokunst" oder "Zwischen Licht und Dunkelheit – Stimmungslandschaften aus dem Norden". Vertreten sind europäische Meister wie Emil Nolde, Edvard Munch, Michael Ancher, Johan Christian Clausen Dahl und Andreas Schelfhout. Der Museumskomplex umfasst zudem den nach Grethjen Hayen benannten Grethjens Gasthof sowie einen umfangreichen Museumsshop.
Die evangelisch-lutherische Kirche St. Johannis in Nieblum wurde 1240 das erste Mal erwähnt und ist der größte und älteste Kirchenbau der Insel. Sie liegt geografisch auf einer Linie mit der Alten Kirche auf Pellworm, der Kirche St. Severin auf Sylt und St. Magnus in Tating (Halbinsel Eiderstedt). Das älteste Inventarstück des Backsteinbaus ist ein Taufstein aus dem 12. Jahrhundert, eine der wichtigsten Arbeiten der Romanik in Nordeuropa. Der spätgotische Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert zeigt Ölgemälde von Johannes dem Täufer. Die Kanzel ist mit niederdeutschen Bibelsprüchen verziert. Auf dem Friedhof erzählen prächtige Grabsteine die Geschichte der Seefahrer.
Der Friesenexpress ist eine als kleine Eisenbahn gebaute Wegebahn, die eine fast zweistündige Inselrundfahrt mit vielen historischen Informationen bietet. Die Route führt Sie an den wichtigsten Orten der Insel vorbei:
Bei Borgsum liegt die Lembecksburg, eine ehemalige Wallburg aus der Wikingerzeit vom 9. bis 11. Jahrhundert. Der kreisrunde Ringwall ist bis zu 10 Meter hoch und hat einen Durchmesser von knapp 100 Metern. Strategisch geschützt durch ein Sumpfgebiet im Norden und einen Burggraben, wurde die Anlage vermutlich nach dem Ritter Klaus Lembeck benannt. Dieser gehörte im 14. Jahrhundert zum Widerstand gegen den dänischen König Waldemar IV., musste jedoch fliehen. Ausgrabungen von Scherben aus der Eisenzeit belegen, dass die Insel Föhr bereits vor 2500 bis 3000 Jahren besiedelt war.
Das typisch nordfriesische Flair entsteht durch das Geesthardenhaus und das Uthlandfriesische Haus. Erkennungsmerkmale sind roter Backstein, ein Reetdach und ein spitzer Giebel über der Eingangstür. Das älteste dieser Häuser stammt aus dem Jahr 1617. Es wurde in Alkersum errichtet, 1927 abgetragen und auf dem Gelände des Friesenmuseums originalgetreu aufgebaut. Früher von Bauern als Wohn- und Arbeitsort genutzt, dienen diese Bauwerke heute oft als begehrte Ferienunterkünfte für Inselgäste.
Von den ursprünglich zahlreichen Holländermühlen auf Föhr existieren heute noch genau 5 Exemplare. Sie verteilen sich auf die Ortschaften Wyk, Oldsum, Borgsum und Wrixum. Auch wenn sie sich großteils in Privatbesitz befinden und nur von außen betrachtet werden können, prägen sie das Bild der Insel maßgeblich. Einige Mühlen wurden zudem in Restaurants umgewandelt, in denen heute herzhafte nordfriesische Hausmannskost serviert wird.
Die Kirche St. Laurentii wurde im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, wobei der ursprüngliche Bau aus Findlingsgranit vermutlich schon im 12. Jahrhundert entstand. Im 15. Jahrhundert wurde der weithin sichtbare Turm ergänzt. Über die Jahrhunderte folgten Erweiterungen wie vergrößerte Südfenster und von Stützpfeilern getragene Gewölbe. 1999 erhielt das Gebäude durch die Installation einer Mobilfunk-Antenne auf dem Kirchturm ein kurioses Detail. Die Kirche lädt heute regelmäßig zu Gottesdiensten, Konzerten und Friedhofsführungen ein.
