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Föhrer Bräuche

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Brauchtum auf Föhr

Auf den Inseln können sich durch deren Abgeschiedenheit Bräuche und Traditionen erfahrungsgemäß besonders gut erhalten. Auch Föhr bildet hierbei keine Ausnahme. Das kulturelle Erbe wird in den Familien gepflegt und zieht sich durch den Jahreslauf. Somit haben Urlauber immer wieder Gelegenheit, auf ihrer Ferieninsel typisches Brauchtum kennen zu lernen. Die Erinnerung an von der Zeit vergessene Bräuche wird in den Museen lebendig gehalten.

Sitten und Bräuche in den Familien

Die Taufe hatte in früherer Zeit einen hohen Stellenwert für die Insulaner. Auch heute werden auf der Insel Kinder getauft, allerdings hat die Taufe ihr hohes Ansehen als Familienfest verloren. Die Konfirmation wird auf der Insel als “Freimaagin” bezeichnet. Mit diesem “Freimachen” wurde einst der Abschied von der Kindheit definiert. Zeitgleich beendeten die Konfirmanden meist auch ihre Schulzeit. Als Üütjschiten wird auf Föhr ein Brauch unter Jugendlichen bezeichnet. Hatte ein junger Mann seine Auserwählte siebenmal nach Hause gebracht, dann fand das “Ausschießen” der Paare statt. Es wurden drei Schüsse mit einem Jagdgewehr vor dem Haus der Auserwählten abgefeuert. Erschien der junge Mann nicht freiwillig und bekannte sich zu seiner Freundin, dann wurde er aus dem Haus geschleppt und in einer Karre durch den Ort gefahren. Die Trauung erfolgte früher ausschließlich in Festtracht. Auch dieser Brauch ging mit den Jahren verloren.

Bräuche übers Jahr

Die alten Inselbräuche wurden über Jahrhunderte gepflegt und überliefert. Zu den alten Inseltraditionen zählte das Ütj to Kenknen an Silvester oder das Ütj to Keeren zu Pfingsten. Viele Bräuche haben mit der Zeit einen Wandel erfahren, wieder andere sind gänzlich verloren gegangen. Kein unwesentlicher Grund, die eine oder andere Inseltradition wieder aufleben zu lassen, sind die Feriengäste. So ist auch das Biiken in den letzten Jahren wieder stärker in Mode gekommen. Mit den Biikefeuern werden auch die ersten Touristen nach dem langen Winter wieder auf die Insel gelockt. Hierbei entbrennt zwischen den einzelnen Ortschaften ein regelrechter Kampf um den größten Biikehaufen. Von den Mädchen wird eine Piiader genannte Strohpuppe gebastelt. Die Puppe wird von den Kindern gesucht und anschließend im Biikefeuer verbrannt. Wie vielerorts in Nordfriesland herrscht beim Biikebrennen Volksfeststimmung und man trifft sich zu einem deftigen Grünkohlessen, was nicht selten mit einem Korn begossen wird.